ForeCoast entwickelt ein intelligentes Wasser- und Energiemanagement für Küstenregionen – gemeinsam mit Forschung und Praxis.
Siele und Schöpfwerke halten das tief liegende Hinterland trocken. Die Pumpwerke dafür brauchen viel Strom.
Heute laufen sie meist dann, wenn es die Wasserstände verlangen. Ob der Strom gerade teuer ist, ob viel Wind- und Solarstrom im Netz ist oder ob das Netz bereits stark belastet ist, spielt dabei kaum eine Rolle.
Genau hier setzt ForeCoast an. Ziel ist ein adaptives, prognosebasiertes Managementsystem für die Entwässerung in tidebeeinflussten Küstenregionen. Es verbindet die Wasserwirtschaft mit dem Strommarkt.
Pumpwerke mit Speicherraum im Binnenland lassen sich gezielt steuern. Wer sicher vorhersagen kann, wann gepumpt werden muss und wann es auch später geht, kann diese Lasten verschieben.
Pumpen, wenn der Strom günstig ist, statt zu Preisspitzen.
Lasten in Zeiten mit viel Wind- und Solarstrom legen, besonders in windreichen Regionen wie Dithmarschen.
Pumpen netzdienlich steuern, damit sie das Stromnetz entlasten statt zusätzlich zu belasten.
Hochwasserschutz und Versorgungssicherheit bleiben dabei immer die oberste Priorität.
Hydrometeorologische Vorhersagen werden mit Energieprognosen über mehrere Zeithorizonte verbunden.
Eine Mehrzieloptimierung wägt vier Ziele gegeneinander ab.
Damit die Berechnungen schnell genug laufen und mit Unsicherheiten umgehen können.
NAECO Blue bringt seine Erfahrung mit KI-gestützten Energieprognosen in das Projekt ein – darauf baut die Steuerung der Pumpwerke auf.
ForeCoast zeigt, dass Flexibilität für die Energiewende auch dort steckt, wo man sie nicht vermutet: in der Infrastruktur, die unsere Küsten schützt.