ForeCoast – Wasser- und Energiemanagement für Küstenregionen
BMFTR-Verbundprojekt · Förderlinie WENex · 2026–2029

Wenn Pumpwerke zur Flexibilität für die Energiewende werden

ForeCoast entwickelt ein intelligentes Wasser- und Energiemanagement für Küstenregionen – gemeinsam mit Forschung und Praxis.

Projekt entdecken info@naeco.blue
Strompreis über den Tag
Pumpen heute – nach Wasserstand
Pumpen mit ForeCoast – prognosebasiert verschoben
Prinzipskizze, keine Messdaten: Lasten wandern aus Preisspitzen in günstige Stunden – solange der Hochwasserschutz es zulässt.
Laufzeit
Juli 2026 bis Juni 2029
Förderung
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Förderlinie
WENex
Verbund
5 Partner
Die Ausgangslage

An der Küste unverzichtbar – und doch kaum bekannt

Siele und Schöpfwerke halten das tief liegende Hinterland trocken. Die Pumpwerke dafür brauchen viel Strom.

Heute laufen sie meist dann, wenn es die Wasserstände verlangen. Ob der Strom gerade teuer ist, ob viel Wind- und Solarstrom im Netz ist oder ob das Netz bereits stark belastet ist, spielt dabei kaum eine Rolle.

Genau hier setzt ForeCoast an. Ziel ist ein adaptives, prognosebasiertes Managementsystem für die Entwässerung in tidebeeinflussten Küstenregionen. Es verbindet die Wasserwirtschaft mit dem Strommarkt.

Der energiewirtschaftliche Kern

Große, steuerbare Stromverbraucher

Pumpwerke mit Speicherraum im Binnenland lassen sich gezielt steuern. Wer sicher vorhersagen kann, wann gepumpt werden muss und wann es auch später geht, kann diese Lasten verschieben.

01

Kosten senken

Pumpen, wenn der Strom günstig ist, statt zu Preisspitzen.

02

Erneuerbare nutzen

Lasten in Zeiten mit viel Wind- und Solarstrom legen, besonders in windreichen Regionen wie Dithmarschen.

03

Netz stabilisieren

Pumpen netzdienlich steuern, damit sie das Stromnetz entlasten statt zusätzlich zu belasten.

04

Sicherheit zuerst

Hochwasserschutz und Versorgungssicherheit bleiben dabei immer die oberste Priorität.

Der Ansatz

Von der Vorhersage zur Steuerung

Schritt 1 · Prognosen verknüpfen

Hydrometeorologische Vorhersagen werden mit Energieprognosen über mehrere Zeithorizonte verbunden.

  • Wasserstände und Wetter
  • Verfügbarkeit erneuerbarer Energien
  • Strompreise
  • Netzsituation
Schritt 2 · Ziele abwägen

Eine Mehrzieloptimierung wägt vier Ziele gegeneinander ab.

  • Hochwasserschutz
  • Versorgungssicherheit
  • Kosten
  • Netzstabilität
Schritt 3 · Praxistauglich rechnen

Damit die Berechnungen schnell genug laufen und mit Unsicherheiten umgehen können.

  • KI-basierte Surrogatmodelle
  • Modellreduktion
  • Ensemble-Prognosen
  • Stochastische und robuste Optimierung
Die Rolle von NAECO Blue

KI-gestützte Energieprognosen als Grundlage der Steuerung

NAECO Blue bringt seine Erfahrung mit KI-gestützten Energieprognosen in das Projekt ein – darauf baut die Steuerung der Pumpwerke auf.

  • Standortgenaue Prognosen für Strompreise
  • Prognosen für die Erzeugung aus Wind und Sonne sowie den Verbrauch
  • Hintergrundstruktur in Backend und Frontend
  • Flexibilitätspotenziale erkennen, heben und nutzen
ForeCoast zeigt, dass Flexibilität für die Energiewende auch dort steckt, wo man sie nicht vermutet: in der Infrastruktur, die unsere Küsten schützt.
Felix Mertens
CEO, NAECO Blue
Projektpartner

Forschung und Praxis in einem Verbund

  1. Technische Universität Braunschweig, Leichtweiß-Institut für Wasserbau (LWI)
  2. Leuphana Universität Lüneburg
  3. Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth
  4. Deich- und Hauptsielverband Dithmarschen
  5. NAECO Blue GmbH

Mehr zum Projekt

Projektseite TU Braunschweig, Leichtweiß-Institut tu-braunschweig.de → Projektseite Leuphana Universität Lüneburg leuphana.de → Pressemitteilung NAECO Blue News news.naeco.blue →